Die Neuerungen der Grunderwerbssteuer!

Durch die Steuerreform 2015/2016 hat sich die Grunderwerbssteuer, vor allem bei Veräußerungen innerhalb der Familie, maßgeblich geändert.

Kurz um: Möchten Sie ein Grundstück oder eine Immobilie an ein Familienmitglied weitergeben wird es jetzt teurer.

Zur Familie zählen:
  • Ehegatten
  • Eingetragene Partner
  • Lebensgefährten, sofern ein gemeinsamer Haushalt besteht oder bestanden hat
  • Elternteile
  • Verschwägerte in gerader Linie (z.B. Schwiegereltern, Schwiegerkinder), Geschwister, Nichten und Neffen
  • Kinder, Enkelkinder, Stiefkinder, Wahlkinder oder Schwiegerkinder des Übergebers

Bisher war die Bemessungsgrundlage der Grunderwerbssteuer innerhalb der Familie der dreifache Einheitswert (Ein vom Finanzministerium festgelegter Wert, der den realen Wert in der Regel weit unterschreitet). Seit dem 1. Jänner wird der Grundstückswert der gesamten Immobilie herangezogen.

Auch der Steuersatz hat sich geändert, dieser lag bisher bei 2 % und wird nun gestaffelt berechnet.

Für die ersten 250.00 € – 0,5%

Für die nächsten 150.000€ – 2,0%

Darüber hinaus – 3,5%

Ein Beispiel:

Frau Pospischil möchte ihre Wohnung im 21. Bezirk an ihre Tochter verkaufen.

Die Wohnung ist 100 m² groß und hat einen Einheitspreis von 15.000 € und einen Grundstückswert von 401.000 €

2015 hätte Frau Pospischil  2,0% vom dreifachern Einheitswert als Grunderwerbssteuer abführen müssen.

Also:    15.000 € * 3 = 45.000 €

45.000 € * 2% = 900 € Grunderwerbssteuer

Seit dem 1. Jänner gilt die neue Berechnungsmethode

Also:    250.000 € * 0,5% = 1.250 €

150.000 € * 2,0% = 3.000 €

1.000 € * 3,5% = 35 €

Summe =  4.285 € Grunderwerbssteuer

Seit dem 1.1.2016 hat Frau Pospischil somit eine Mehrbelastung von 3.385 €!

 

Weitere Informationen über die Grunderwerbsteuer finden Sie unter

https://www.wko.at/Content.Node/Service/Steuern/Weitere-Steuern-und-Abgaben/Sonstige-Abgaben/weitere_Grunderwerbsteuerneuab1.1.2016.pdf

Quelle: wko.at

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